Stiftung Schloss Biberstein

Der attraktive Wohn- und Arbeitsplatz

Schloss Biberstein

1280 wird in einem Gerichtsprotokoll der Name Biberstein erstmals erwähnt. Zur Zeit des Morgartenkriegs ist es schon eine "vesti", 1319 eine Stadt und Burg. Diese müssen wir uns in jener Zeit als grossen viereckigen Turm vorstellen, zwei bis drei Stockwerke höher als heute. Der Gründer Graf Johann I von Habsburg-Laufenburg wollte sich wohl mit Markt und Flussübergang eine strategisch wichtige Position sichern, die Biberstein dann doch nie erfüllte. 1335 verkaufte er die "vesti ze Biberstain, dú gelegen ist uf der Ar, burg und stat, ... darzuo den zol, schiffen, lüten, guotes, vischenze, müline, wingarten, boumgarten, hoeltzer, welde, gebirge, wisen, ouwen, acker, wunne und weide, mit bruggen und mit stegen, mit wegen und mit wasser ..." an den St. Johans Orden des Spitals zu Jerusalem.

 

 Der Johanniterorden war eine frühe fürsorgliche Organisation, die den Kreuzfahrern und Jerusalempilgern Unterkunft und Pflege bot. Durch die Klimaverschlechterung kam es immer wieder zu Überschwemmungen der Aare, was den Ertrag der Güter wesentlich minderte.

Im Schwabenkrieg setzte Bern zur Verteidigung der eidgenössischen Gebiete am Jura einige Soldaten ins Schloss, und dann 1527 "tat ein fürsichtig stat Bern einen tiefen Griff in bapstes frîheit und besazt mit vögten al ihr gotshüser...“, womit vor allem Schloss Biberstein gemeint war. Die eidgenössische Tagsatzung war mit dieser Besetzung nicht einverstanden und nach jahrelangen Verhandlungen kaufte Bern 1535 den Johannitern das Schloss ab. In jener Zeit musste der Orden das Haus Biberstein neu bauen.

1587 brannte das Schloss ab, die verdächtigte Unholdin Elsa Schiblerin wurde auf dem Scheiterhaufen hingerichtet und das Schloss wieder aufgebaut. 1627 wurde das noch jetzt stehende Schlosstor mit dem schönen Biber-Wappen erstellt, 1643 der Berner Bär auf die Aussenfront gemalt. Dank dem schnellen Eingreifen der Aarauer Feuerwehr frass 1784 der Feuerteufel bloss den Dachstock auf. Und nochmals Glück hatte das Schloss 1984, als anlässlich der Renovation der Dachstock nochmals abbrannte. Gottseidank stand das Schloss wegen der Bauarbeiten leer.

Seit 1987 ist das Schloss ein Wohnheim für erwachsene Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung.